Während der großen Pestepidemie in den Jahren 1348/1350 reifte der Gedanke, ein öffentliches Spital zu gründen. Zu diesem Zwecke wurde eine Bruderschaft ins Leben gerufen, die, unterstützt durch eine großzügige Stiftung des reichen Bauern Heinrich Stuck, das Vorhaben umsetzte. Das Spital wird 1375 erstmalig urkundlich erwähnt. Die ständigen Finanzschwierigkeiten wurden durch weitere großzügige Stiftungen wie jener der Familien Söll und Kempter bewältigt. Gegen 1630 wurde die Führung des Spitals vom Bischof von Brixen auf die Pfarrei Bruneck und von dieser dann auf die Stadt Bruneck übertragen.
Im Jahr 1932 wurde das in der Zwischenzeit schon zum Krankenhaus gewordene Spital mit königlichem Dekret als juridische Person anerkannt und der Verwaltung des Wohltätigkeitskomitees, später der ECA, unterstellt.
Weil das Haus nicht mehr den Anforderungen entsprach, wurde am Rienzplatz ein neues erbaut, welches 1943 bezogen werden konnte.
Im Jahre 1950 wurde das Krankenhaus aufgrund eines Dekretes des Staatspräsidenten selbstständig. Die Verwaltung übertrug im Jahr 1971 alle Besitzungen, die nicht zur Krankenhausbetreuung benötigt wurden, an die neu gegründete Söll-Stiftung.
Bereits Ende der 60iger Jahre wurde die dringende Notwendigkeit erkannt, den Krankenhausbau großzügig zu erweitern, um damit den Erfordernissen der Zeit und der Entwicklung der Medizin gerecht zu werden. Das Gesamtkonzept stammt aus dem Jahre 1972 und wurde in 4 Bauphasen realisiert.
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